Warum nicht MS-Word

Microsoft Word ist das zur Zeit am weitesten verbreitete Textverarbeitungssystem, was es zum Quasi-Standard für Textdokumente gemacht hat. Das diese Entwicklung fatal ist, wissen die meisten nicht. Es gibt eine ganze Reihe sehr guter Gründe, warum Word nicht der Standard sein darf:

  • Allein Microsoft kennt die genaue Struktur des Dateiformates. Nur Microsoft bestimmt und verändert das Format zukünftiger Versionen.
  • Die verschiedenen Versionen von Word-Dokumenten sind nicht wirklich kompatibel. Ältere Dokumente können in aktuellen Version meist nur mit starken Formateinbußen geöffnet werden (wenn überhaupt).
  • Word-Dokumente sollten daher zur Archivierung nicht eingesetzt werden.
  • Aufgrund der eventuell enthaltenen Makros stellen MS-Office-Dokumente ein akutes Sicherheitsrisiko dar.

Word wurde ursprünglich zum Schreiben von Briefen konzipiert. Mit der Zeit wurden immer mehr Funktionen gefordert, die Stück für Stück in Word “reingebastelt” wurden. Die Ansprüche an die Rechengeschwindigkeit steigerten sich proportional mit der Zunahme der Funktionalität. Heute muss man nach zwei Jahren die Hardware auswechseln, damit man mit der neusten Version von Word größere Dokumente überhaupt noch bearbeiten kann. Da Word nie für das Schreiben größerer oder wissenschaftlicher Arbeiten konzipiert wurde, schlägt sich der Anwender heutzutage mit einer Vielzahl von Problemen herum:

  • Wichtige Funktionen wie:
    • die automatische Nummerierung von Abschnitten, Formeln, Bildern und Tabellen
    • Querverweise
    • ein brauchbarer Formeleditor
    • ein funktionsfähiger PDF-Export; fehlen oder sind irgendwo tief im System versteckt
  • Formatstabilität; jeder Student der seine in monatelanger Arbeit am Heim-PC erstellte Diplomarbeit am Abgabetag “nur” noch schnell ausdrucken will, weiss um die Stabilität des Layouts von Word-Dokumenten. Stundenlanges nachkorrigieren des Layouts sind eher die Regel als die Ausnahme.
  • Da Word keine vernünftigen Vorlagen für das wissenschaftliche Arbeiten mitbringt, bastelt sich jeder Anwender gezwungenemaßen seine eigenen Vorlagen zusammen. Da die Anwender in der Regel kaum typographische Kenntnisse haben, sind Dokumente die Folge, die typographisch ungenügend und schlecht lesbar sind, was letztendlich für die Unprofessionalität des Autors spricht.
  • Word enthält jede Menge Automatismen und Assistenten, die ständig den Arbeitfluss stören und immer genau so korrigieren wie man es gerade nicht wollte.
  • Word-Dokumente “blähen” sich mit der Zeit dermassen auf, dass viele Rechner irgendwann beim Öffnen einfach streiken.
  • Man verkauft seine Seele an Microsoft!

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latex_allgemein/warum_nicht_ms-word.txt · Last modified: 2012/02/23 18:16 by admin
 
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